Der Popchor TonArt konzertiert auf der Klosterruine Limburg. Foto: C. Ringelspacher

Abwechslungsreiche Chorklänge in der Klosterruine Limburg

1000 Jahre Kloster Limburg, Bad Dürkheim – die Liedertafel Ungstein sowie weitere Chöre der Region zeigten ihr Können beim Musikpicknick.

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Ein Ereignis, das man sicherlich nur alle 1000 Jahre feiern kann, bot sich den Ungsteiner Chören bei der 1000-Jahr-Feier der Klosterruine Limburg: Die Liedertafel Ungstein war mit ihren beiden Ensembles InTakt und TonArt Teil eines außergewöhnlichen Chorpicknicks, das im Rahmen der Feierlichkeiten an diesem historischen Ort veranstaltet wurde. Inmitten zahlreicher Chöre aus der Region präsentierten sich die beiden Ungsteiner Ensembles in einem über fünf Stunden dauernden Programm um die Mittagszeit. Stilistisch breit gefächert sangen die Chöre vor gut besetzten Rängen. Ein anderer Teil des Publikums saß – entsprechend dem Motto dieses Tages – auf Picknickdecken und genoss das sommerliche Wetter.

TonArt eröffnete sein Programm mit *This Is Me‘ aus dem Musical ‚The Greatest Showman‘ und Altistin Anja Schott gab souverän ihr Solo-Debüt. Mit dem nachdenklichen ‚Fix You‘ von Coldplay fand der Chor einen ruhigen Zwischenton, bevor mit ‚Parkplatzregen‘ aus der Feder von Oliver Gies ein stimmungsvoller und rhythmischer Höhepunkt folgte, der das Publikum förmlich mitriss. Eine besondere Note erhielt der Auftritt durch die Uraufführung eines Chorsatzes des TonArt-Leiters Fabio Freund. Unter den eigens für diesen Jubiläumstag einstudierten Stücken wurde das von ihm für Chor arrangierte ‚Luftballon‘ von Helene Fischer vom musikalischen Gesamtleiter Sebastian Lastein als ‚Welt-Uraufführung‘ angekündigt und vom Publikum mit lange anhaltendem Applaus honoriert.

So gestaltete sich die Überleitung zum anschließende Auftritt des Chors InTakt. Dieser führte stilistisch in die chormusikalische Vergangenheit. Mit Robert Schumanns ‚So sei gegrüßt viel tausendmal‘ aus dem 19. Jahrhundert und dem nochmals rund 200 Jahre älteren Lied ‚Mein Mund, der singet‘ bot das Ensemble Einblicke in verschiedene Epochen der Vokalmusik. Mit ‚La Mer‘ von Charles Trenet in deutscher Übersetzung fand der Auftritt seinen Abschluss.

Zum ‚kleinen Finale‘ sangen die beiden Ungsteiner Chöre gemeinsam zwei Stücke. Mit Jay Althouses ‚Cantar!‘ und Reinhard Meys ‚Gute Nacht, Freunde‘ klang der Konzertpart mit der Ungsteiner Liedertafel stimmungsvoll aus – ein musikalischer Schlusspunkt, „passend zur mittäglichen Tageszeit“, wie Sebastian Lastein augenzwinkernd kommentierte.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Es war beeindruckender Tag in schönster Atmosphäre und gelöster Stimmung. Schade, dass eine solche Veranstaltung erst nach tausend Jahren möglich wurde, wie der Tenor des Tages scherzhaft bemerkte. Aber das machte sie umso erinnerungswürdiger.

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