Der Bachchor Salzburg gastiert am 10. April in der kING Ingelheim. Mit ‚Sacred Concerts‘ präsentiert das renommierte Vokalensemble ein Konzertprojekt, das Chormusik, Bigband-Sound, Jazz und Tanz in einen gemeinsamen Kontext stellt. Im Mittelpunkt steht der Chor, der mit stilistischer Offenheit und klanglicher Präzision ein Programm gestaltet, das geistliche Traditionen und zeitgenössische Ausdrucksformen miteinander verbindet.
Ausgangspunkt ist Duke Ellingtons ‚Sacred Concert‘, das 1965 in San Francisco uraufgeführt wurde und bis heute als eines der zentralen Werke seines Schaffens gilt. Eine verbindliche Fassung existiert nicht, da Ellington das Werk stets den jeweiligen Aufführungen anpasste. In der von Peder Pedersen und John Høybye erarbeiteten Edition erhält das Werk eine klare Form für Chor, Bigband, Solostimme und Stepptanz. Der Bachchor Salzburg übernimmt darin eine tragende Rolle und verbindet den charakteristischen Jazzklang mit chorischer Geschlossenheit.
Ergänzt wird das Programm durch zwei zeitgenössische Werke mit engem Bezug zum Chor. Jukka Linkolas dreiteiliges Werk ‚The Fulfillment Of Love‘ entstand als Auftragskomposition zum vierzigjährigen Bestehen des Bachchors Salzburg und wurde 2024 uraufgeführt. Die Musik greift Themen wie Liebe, Nähe und innere Bewegung auf und verbindet diese mit einer jazznahen Tonsprache. ‚Serenity’s Harmony‘ von Christoph Pepe Auer, ebenfalls 2024 erstmals aufgeführt, knüpft an Ellingtons geistliche Jazztradition an und führt sie in eine heutige Klangwelt weiter.
Die musikalische Leitung liegt bei Michael Schneider, der seit 2025 künstlerische Leitung des Bachchors Salzburg innehat. Gemeinsam mit der Bigband der Universität Mozarteum Salzburg unter der Leitung von Christoph Pepe Auer, der Sopranistin Eva Klampfer und dem Stepptänzer Eli Hooker setzt der Konzertabend, auf stilistische Offenheit, musikalische Vielfalt und eine mitreißende Verbindung von Jazz und Chormusik.
Der Bachchor Salzburg zählt zu den profilierten Vokalensembles Österreichs und ist regelmäßig bei internationalen Festivals zu Gast. Sein Repertoire reicht von der Renaissance bis zur Gegenwart und schließt Projekte ein, die bewusst Grenzen zwischen Chorsingen und Jazz überschreiten. ‚Sacred Concerts‘ führt diese Linie konsequent fort und zeigt den Chor als vielseitigen Akteur in einem offenen musikalischen Dialog.