Der Männerchor Koblenz-Horchheim mit Bassbariton Nico Wouterse und Maria Streltsova am Piano. Foto: Lothar Stein

Überzeugendes Konzert des Männerchors Koblenz-Horchheim

Der Männerchor Koblenz-Horchheim präsentierte ein herausragendes Chor- und Solistenkonzert mit romantischen Werken und moderner Literatur.

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Im Konzert des Männerchors Koblenz-Horchheim am 25. Januar gestalteten die Chor- und Solopartien ein Programm, das Werke des 19. Jahrhunderts ebenso umfasste wie Kompositionen der jüngeren Zeit. Der Männerchor präsentierte sich unter der Leitung von Wassily Kotykov erneut als stimmlich geschlossener Klangkörper mit klarer Intonation und sicheren Tempiwechseln.

Den Auftakt bildeten ‚Trösterin Musik‘ von Rudolf Desch und Ludwig van Beethovens ‚Die Himmel rühmen‘. Dazwischen fügte sich August Eduard Grells ‚Gnädig und barmherzig‘ mit seiner ruhigen A-Capella-Stimmführung ein. Den Solopart übernahm Andreas Höhler mit einem warmen und vollen Bariton. Der zweite Programmteil war der Frühromantik gewidmet und vereinte Franz Schuberts ‚Die Nacht‘ und ‚Der Gondelfahrer‘ mit Felix Mendelssohn Bartholdys ‚O Täler weit, o Höhen‘.

Im dritten Teil öffnete sich das Programm der Neuzeit. Zu hören waren ‚Conquest of Paradise‘ von Vangelis und das Trentiner Bergsteigerlied ‚La Paganella‘ von Luigi Pagarelli. Dazu eine Melange aus Rock und getragener Ballade aus der Werkstatt der Beatles von John Lennon und Paul McCartney mit ‚I Want To Hold Your Hand‘, ‚Yesterday‘ und ‚She Loves You‘.

Vokalsolist des Abends war Bassbariton Nico Wouterse vom Theater Koblenz. Mit seiner kräftigen und tragenden Stimme erreichte er das Publikum mit Arien aus Giuseppe Verdis Oper ‚Ernani‘ und Jacques Offenbachs ‚Hoffmanns Erzählungen‘, ebenso wie mit Musicalnummern aus ‚Les Misérables‘ und ‚Anatevka‘. Zum Abschluss wurde er dann auch vom Chor im bekannten Lied ‚Jerusalem‘ von Stephen Adams begleitet.

Am Klavier war Maria Streltsova zu erleben, die dem Chor seit vielen Jahren verbunden ist. Sie interpretierte Franz Schuberts ‚Impromptu op. 90 Nr. 4‘, ‚Petrarcas Sonett 104‘ von Franz Liszt und Johannes Brahms’ ‚Ungarischer Tanz‘. In ihrem virtuosen Spiel verband sie lebendige Frische, kraftvolle Läufe und ruhige Passagen in wechselnder Dynamik. Gemeinsam mit Chorleiter Wassily Kotykov gestaltete sie eine vierhändige Klavierfassung des ‚Libertango‘ des Argentiniers Astor Piazzolla. Das brillante Zusammenspiel beider rief wahre Begeisterungsstürme hervor und setzte einen überzeugenden Schlusspunkt hinter den Konzertabend.

Einen festen Platz im Konzertgeschehen des Horchheimer Männerchors hatte auch das aus dem Ensemble hervorgegangene Vokalquartett mit dem ersten Tenor Martin Jung, Thomas Krekeler, zweiter Tenor, Bariton Andreas Höhler und Hajo Ruof, Bass. Mit zwei Werken aus den späten 1990er-Jahren, dem Schlaflied ‚Lullabye – Goodnight, My Angel‘ von Billy Joel sowie dem Liebeslied ‚Frauenname‘ der Vocalband Maybebop, führten die vier Sänger das Programm klanglich in die Gegenwart. Unter der Leitung und mit humorvoller Moderation von Andreas Höhler überzeugten sie A-Capella mit stimmlicher Klarheit und einer Ausgewogenheit, die Maßstäbe setzte.

Die musikalische und organisatorische Gesamtleitung lag in den Händen von Wassily Kotykov und des Vorsitzenden Jopa Schmidt, der den Abend informationsreich moderierend begleitete. Im Anschluss an das großartige Konzert zeichnete der Vorsitzende des Kreis-Chorverbands Koblenz, Dietmar Weidenfeller, Martin Jung für fünfzig Jahre aktives Singen aus.

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