Am 18. Januar gab der Männerchor des MGV Harmonie Kempenich in der katholischen Pfarrkirche Kempenich sein siebtes Neujahrskonzert. Unterstützt wurde er vom Frauenchor Zeitlos der Ars Musica Ochtendung. Beide Ensembles werden von Kevin Breitbach geleitet. Ergänzt wurde das Programm durch Instrumentalmusik von Johannes Solluch auf Violine und Flöte, Kevin Breitbach und Niels Göres am Klavier sowie erstmals von Fynn Nürenberg aus Hohenleimbach auf der Viola. Das abwechslungsreiche Konzert fand bei den rund 160 anwesenden Gästen großen Anklang und wurde mit anhaltendem Applaus aufgenommen.
Der Männerchor eröffnete den Abend mit dem ruhigen bretonischen Volkslied ‚Im Dorf da geht die Glocke schon‘. Es folgten das geistlich geprägte ‚Meine Seele ist stille in dir‘ und zum Abschluss des ersten Chorblocks ‚Landerkennung‘ von Edvard Grieg. Anschließend stand Fynn Nürenberg mit seiner Viola und einem Walzer von Johannes Brahms, dem Hexentanz von Niccolò Paganini und einer Gavotte von Jean-Baptiste Lully im Mittelpunkt. Begleitet wurde er dabei von Kevin Breitbach auf dem Klavier.
Darauf folgte der Frauenchor Zeitlos mit ‚Keshet I’vana‘ von Josef Hadar, ‚Ich seh dich‘ von Oliver Gies und dem hawaiianischen Lied ‚Mele Kalikimaka‘. Es schloss sich ein weiterer instrumentaler Abschnitt an, in dem Niels Göres zunächst ‚Für Elise‘ von Ludwig van Beethoven auf dem Klavier spielte und anschließend, begleitet von Kevin Breitbach, auf der Querflöte die Giga – Gigue Op. 1 No. 1 – von Georg Friedrich Händel interpretierte.
Den zweiten Teil des Konzerts eröffnete erneut der Frauenchor mit ‚Flashdance – What a Feeling‘ von Giorgio Moroder, ‚A Thousand Years‘ von David Hodges in einem weiteren Arrangement von Oliver Gies und ‚Girls Want To Have Fun‘ von Robert Hazard. Es folgte weitere Instrumentalmusik. Johannes Solluch und Niels Göres spielten gemeinsam ‚Es klinget so herrlich‘ aus der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart für zwei Flöten. Danach gab Johannes Solluch auf der Violine, begleitet von Kevin Breitbach, das Largo, den zweiten Satz aus ‚Der Winter‘ aus ‚Die vier Jahreszeiten‘ von Antonio Vivaldi.
Den Schlussteil gestaltete nochmals der gastgebende Männerchor. Er begann mit ‚Musik ist meine Welt‘ von Johannes Kalpers und Andreas Molitor als Solist. Es folgten ‚Wie kann es sein‘ von den Wise Guys und der ‚Augustin Rap‘, frei nach dem Wiener Volkslied ‚O du lieber Augustin‘, der als ein ungewöhnlicher Beitrag für einen Männerchor frenetischen Applaus bekam. Mit ‚Tommy‘ von AnnenMayKantereit endete der offizielle Teil des Programms.
Der Moderator versprach die geforderte Zugabe nach langem Applaus, wenn zuvor das gesamte Publikum zusammen mit den beiden Chören das Lied ‚Abendstille überall‘ als Kanon gesungen habe. Nach kurzer Instruktion durch Kevin Breitbach füllten mehr als 200 Stimmen den Kirchenraum. Als versprochene Zugabe sang der Männerchor anschließend ‚Jerusalem‘, erneut mit Andreas Molitor als Solist. Mit Neujahrswünschen und dem Hinweis auf die offene Probenarbeit des Chores beschloss der MGV-Vorsitzende den gelungenen Konzertabend, der bei vielen Gästen einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.