Der Chor Vocalis Sambach mit Chorleiter Tobias Markutzik im Eröffnungskonzert zur Langen Nacht der Musik in Kaiserslautern. Foto: Shiva Mangold
Der Chor Vocalis Sambach mit Chorleiter Tobias Markutzik im Eröffnungskonzert zur Langen Nacht der Musik in Kaiserslautern. Foto: Shiva Mangold

Chorverbände DCV und DCJ fordern stärkere Förderung

Der Deutsche Chorverband wirbt im Ministeriumsgespräch für bessere Rahmenbedingungen zur Ausbildung und Förderung des Chorsingens.

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Der Deutsche Chorverband und die Deutsche Chorjugend haben bei einem Spitzengespräch im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend mehr Unterstützung für Chorangebote für alle Generationen gefordert. Im Gespräch mit Bundesministerin Karin Prien betonte der Präsident des Deutschen Chorverbandes, Bundespräsident a. D. Christian Wulff, die Bedeutung des gemeinsamen Singens für gesellschaftliche Teilhabe sowie für die Aus- und Weiterbildung von Chorleitenden, von musikpädagogischen und pädagogischen Fachkräften.

Gemeinsames Singen über Generationen hinweg stärke den Zusammenhalt in der Gesellschaft und unterstütze das demokratische Miteinander, erklärte Wulff. Chöre seien Orte des Lernens und der Gemeinschaft. Das ehrenamtliche Engagement vieler Vereine müsse langfristig gesichert werden, da die Gesellschaft insgesamt von einer guten Förderung der Chorarbeit profitiere.

Die Verbände hoben hervor, dass Chöre viele positive Wirkungen haben. Sie fördern gemeinsames Lernen und demokratische Kompetenzen und können sozialer Isolation entgegenwirken. Außerdem wirkt sich gemeinsames Singen positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit aus und unterstützt die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Der Deutsche Chorverband engagiert sich in diesem Bereich unter anderem mit seiner Bildungsinitiative ‚Die Carusos‘ für kindgerechtes Singen. Die Deutsche Chorjugend entwickelt dazu Projekte und Programme für junge Menschen. Die Förderung des Nachwuchses gilt als wichtige Voraussetzung für die Zukunft des Musiklebens.

Der Deutsche Chorverband und die Deutsche Chorjugend fordern deshalb bessere Rahmenbedingungen für Beratung und Maßnahmen innerhalb der Verbandsarbeit. Neben der bestehenden Förderung über den Kinder- und Jugendplan des Bundes sehen sie weiteren Unterstützungsbedarf, besonders für generationenübergreifende Angebote und die stärkere Einbindung älterer Menschen. Gleichzeitig stellt der Fachkräftemangel, vor allem fehlender Nachwuchs in der Chorleitung, eine große Herausforderung für Ensembles und Chorvereine dar. Dem könne durch gezielte Qualifizierungs- und Förderprogramme begegnet werden. Dazu gehöre auch, das gemeinsame Singen in Kindertagesstätten, Schulen und Familien stärker zu fördern und die Ausbildung pädagogischer Fachkräfte weiterzuentwickeln. Eine langfristige Sicherung und Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendplans sei zudem notwendig, um stabile Perspektiven für die Jugendverbandsarbeit zu schaffen.

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