Stadthallen und Dorfgemeinschaftshäuser für Proben nicht zugänglich

Das Signet des Chorverbands Rheinland-Pfalz: Der Chorlibri
Das Signet des Chorverbands Rheinland-Pfalz: Der Chorlibri

Von Frank Sittel, Kreis-Chorverband Unterlahn

Auch im Kreis-Chorverband Unterlahn dürfen Chöre und Vokalensembles nicht mehr in der gewohnten Weise wie bisher proben. Ein winziges, keiner Schuld fähiges Virus, hat innerhalb kürzester Zeit die Welt, in der wir lebten oder zu leben meinten, aus den Angeln gehoben. Die Fortsetzung von vielem, was als unverzichtbare Bedingung eines „guten Lebens“ galt, ist bis auf weiteres unmöglich oder zumindest erschwert. Eine Chorarbeit in Zeiten wie diesen verlangt Ideenreichtum und Flexibilität.

Viele Chöre proben seit Beginn der Pandemie bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Stadthallen und Dorfgemeinschaftshäuser sind für Proben nicht zugänglich oder nur unter strengen Abstandsmassnahmen und hygienischen Vorschriften begehbar. Es gibt aber auch Ensembles, die ihren Chor in kleinere Gruppen eingeteilt haben. Einige proben im Freien; andere in Zelten; wieder andere in grösseren geschlossenen Räumen, die aber gut und ständig durchlüftet werden müssen.

Für einen Laienchor ist diese Art des Probens nicht einfach, tut aber gut. Und für einen Chor – das sagt die langjährige pädagogische und musikalische Erfahrung – ist natürlich die Pflege der Gemeinschaft und die regelmässige Pflege der Stimme (Atemtechnik, Sprech- und Stimmerziehung, Erweiterung der Literatur) notwendig.  

Die Laienchorbewegung, die in ihrer Zielsetzung ein künsterlisch sauberes Musizieren wertvoller Stücke – seien sie alt oder neu – obenan stellt, wird über eine Zeit hinaus, die mehr und mehr auch im Bereich der Musik vom blossen Konsum gekennzeichnet zu sein scheint, immer ihre Anhänger finden.  

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