Erfreuliche Aussichten

Ab dem 18. Juni sollen, bei einer Inzidenz unter 50, im Freien 50 Menschen musizieren dürfen. Lockerungen laufen jedoch der Realität hinterher.

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Es liest sich auf den ersten Blick gut: Ab dem 18. Juni wird es weitere Lockerungen bei Sieben-Tage-Inzidenzen unter 50 auf fünf aufeinanderfolgenden Tagen geben. Dann nämlich dürfen bis zu 50 Menschen im Freien musizieren, im Innenbereich 20 getestete Personen. Auch Veranstaltungen und Konzerte mit bis zu 500 Personen sollen dann im Freien wieder möglich sein und mit maximal 250 Getesteten im Innenraum. Jedoch bleibt im Innenraum die Eingrenzung auf zehn Quadratmeter pro Person bestehen.

Diese Lockerungen sollen zwar ab dem 2. Juli nochmals erweitert werden, Fakt ist jedoch, dass sich landesweit nur noch sehr wenige Landkreise und Städte im Bereich um die Fünfziger-Inzidenz bewegen. Vielmehr sind Inzidenzen von deutlich unter 30 und sogar unter 20 zwischenzeitlich eher die Regel als die Ausnahme. Hier wären doch nun weitere Staffelungen bis hin zu einer Normalisierung angebracht. Mit Inzidenzzahlen von sogar um und unter zehn in vielen Städten und Kreisen in Rheinland-Pfalz sollte sehr zeitnah eine vollständige Öffnung für die Amateurmusik verantwortlich möglich sein. Nach wie vor bleibt daher das aktuelle Verhalten der rheinland-pfälzischen Landesregierung mit ihren Grundlagen von lediglich unter 50 unverständlich, weil sich die Realität mittlerweile vollkommen anders darstellt. Die Landespolitik läuft dem aktuell sehr schnellen und stetigen Rückgang des Infektionsgeschehens unnötigerweise hinterher.

Auch wenn es die Verordnung anders vorsieht: Der Chorverband Rheinland-Pfalz empfiehlt den Chören ausnahmslos alle Probenteilnehmer zu testen. Dies betrifft auch bereits vollständig Geimpfte sowie Genesene. Hintergrund zu dieser Empfehlung ist die bislang nicht gänzlich widerlegte Tatsache, dass selbst eine vollständig geimpfte Person das Virus in sich tragen und weitere Personen infizieren könnte. Auch zur Dauer der Immunität bei Genesenen wagen die Forschenden derzeit noch keine präzisere Prognose.

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