Eine Zusammenarbeit zwischen Schulen, Musikschulen und den Organisationen der Amateurmusik bringt unterschiedliche Stärken in die musikalische Bildung ein. Foto: Kzenon / Adobe Stock
Eine Zusammenarbeit zwischen Schulen, Musikschulen und den Organisationen der Amateurmusik bringt unterschiedliche Stärken in die musikalische Bildung ein. Foto: Kzenon / Adobe Stock

Verbände mahnen musikalische Bildung in der Ganztagsförderung an

Mit Blick auf den Ganztagsanspruch ab 2026 fordern drei Musik-Bundesverbände verlässliche Strukturen für den Erhalt musikalischer Bildung.

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Ab August 2026 gilt bundesweit der Anspruch auf Ganztagsförderung für Kinder. Der verlängerte Aufenthalt in Betreuungseinrichtungen dürfe jedoch nicht dazu führen, dass musikalische Bildung schrittweise an Bedeutung verliere. Darauf weisen der Bundesverband Musikunterricht, der Verband deutscher Musikschulen und der Bundesmusikverband Chor und Orchester in einem gemeinsamen Positionspapier hin. Sie appellieren an die Verantwortlichen vor Ort, die Schule, Musikschule und die Amateurmusik enger zu vernetzen, um Kindern und Jugendlichen weiterhin einen qualitätsvollen Zugang zur Musik zu ermöglichen.

Musikalische Bildung fördert Kreativität, Konzentration und soziale Kompetenzen. Sie eröffnet berufliche Perspektiven ebenso wie den Zugang zu einem Hobby, das viele Menschen ein Leben lang begleitet. Nach Einschätzung der Verbände muss das Musizieren daher sowohl im schulischen Unterricht als auch im außerschulischen Bereich gemeinsam geplant und langfristig gedacht werden. Studien zeigen, dass Schule, Vereine und Musikschulen die wichtigsten Zugangswege zur Musik darstellen. Wenn Musikunterricht in Schulen ausfällt und gleichzeitig durch den Ganztag weniger Zeit für Angebote von Musikschulen oder für das Singen in Gemeinschaft bleibt, leidet die musikalische Bildung insgesamt.

Damit musikalische Bildung im Ganztag gelingt, sehen die Verbände die Notwendigkeit einer verbindlichen Zusammenarbeit zwischen Schulen, Musikschulen und den Organisationen der Amateurmusik. Alle drei Bereiche bringen unterschiedliche Stärken ein, von pädagogischer Erfahrung über qualifizierte Fachkräfte bis hin zu gewachsenen sozialen Netzwerken. Diese Potenziale müssten vor Ort zusammengeführt werden. Zugleich fordern die Verbände nachhaltige Rahmenbedingungen, die Kooperationen langfristig ermöglichen, qualifizierte Fachkräfte anerkennen und einbinden sowie eine verlässliche Finanzierung sicherstellen, um musikalische Angebote im Ganztag auf hohem Niveau zu erhalten.

Das Positionspapier ist unter https://bundesmusikverband.de/wp-content/uploads/2026/01/BMU-VdM-BMCO_Positionspapier_Ganztag.pdf abrufbar.

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