In der vollbesetzten Gangolfushalle in Meudt erlebten rund 400 Gäste ein abwechslungsreiches Konzert, zu dem der Männerchor Liederkranz Berod im Rahmen seiner Reihe ‚Liederkranz Berod trifft Freunde‘ eingeladen hatte. Gemeinsam mit dem Männerchor Germania Freiendiez und dem Berliner Ensemble German Gents präsentierte der Liederkranz anspruchsvolle und unterhaltsame Chormusik.
Der Männerchor Berod zeigte ein weit gefasstes Repertoire aus traditionellen und modernen Werken. Mit acht Chorstücken zeigte er sein chormusikalisches Niveau. Neben der neuen Westerwaldhymne ‚Es schallt im schönen Westerwald‘ von Oliver Gies erklangen klassische Chorwerke und zeitgenössische Titel wie ‚Lux aurumque‘ von Eric Whitacre sowie Pop- und Volkslied-Arrangements.
Die German Gents, ein Vokalquartett aus Berlin, traten in beiden Konzertteilen auf und überzeugten mit einem Programm, das von amerikanischen Klassikern der fünfziger und sechziger Jahre bis zu deutschen und französischen Stücken reichte. Die Gruppe ist 2018 aus Mitgliedern des Berliner Staats- und Domchores hervorgegangen. Den Auftakt machten sie mit ‚Wochenend und Sonnenschein‘ der Comedian Harmonists. Anschließend führten die German Gents das Publikum auf eine musikalische Reise von Spanien über Italien bis in verschiedene deutsche Städte. Sie ergänzten ihr Repertoire um französische Chansons, mit humorvollen Ansagen und stimmungsvollen Interpretationen.
Nach der Pause präsentierte sich der Männerchor Germania Freiendiez. Er eröffnete mit ‚The Creation‘ von Wolfram Richter, einer musikalischen Annäherung an die Schöpfung der Welt. Der Chor sang ein Programm, das die Spannbreite der Männerchorliteratur von traditionellen bis zu zeitgenössischen Werken klar abbildete. In ‚Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen‘ von Annette Maria Schronen, ‚Expresso und Tschianti‘ von Oliver Gies und ‚Kein Mann für eine Frau‘ von Frank Ramond klang auch ein Augenzwinkern mit. Bei ‚Lauch‘ aus der Feder von William Wahl, der Vokalband basta, hatte der Chor mit der Zeile ‚Sex wird überschätzt, Lauch auch‘ schnell die Lacher des Publikums auf seiner Seite. Zum Abschluss wandten sich die Männer in ‚Frauenname‘ von Oliver Gies mit spürbarer Ironie und leichter Schwärmerei an jede Frau im Saal.
Der zweite Auftritt der German Gents beschloss den Konzertabend. In diesem Block präsentierte das Quartett Musik aus den vierziger bis sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, darunter Titel, die Frank Sinatra und Elvis Presley geprägt haben. Auch ‚Diana‘ von Paul Anka ließ das Publikum hörbar ins Schwärmen geraten. Rund 45 Minuten boten die vier jungen Männer ein rundes Programm. Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen und forderte eine Zugabe, die das Ensemble mit ‚Mein kleiner grüner Kaktus‘ gab – gekonnt, humorvoll und gestenreich gesungen. Mit der Qualität ihrer Einzelstimmen, dem ausgewogenen Zusammenspiel und den souverän interpretierten Songs gewannen sie das gesamte Publikum und konnten im Westerwald neue Fans für sich begeistern.
Das Moderationsduo Andreas Zeis und Patrick Sommer führte souverän und mit leichter Hand durch den Abend. Beide übernahmen am Ende auch die Dankesworte. Sie würdigten alle an diesem eindrucksvollen Konzerterlebnis Mitwirkenden und überreichten Präsente an Chorsprecher Oliver Schmidt, an Chorleiter Mario Siry, an den Chorleiter der Germania Jürgen Faßbender sowie an die vier Mitglieder der German Gents aus Berlin.
Nach dem Konzert nutzten viele Gäste die Gelegenheit, die Eindrücke des vokalmusikalisch vielfältigen Abends in geselliger Runde nachklingen zu lassen.