Das Wormser Kammerensemble, geleitet von Julian Robin Müller, präsentiert am 28. und 29. März romantische A-Capella-Literatur in neuem Gewand. Foto: D. Königshausen

Beethoven und Berger im Dialog der Chormusik

Das Wormser Kammerensemble verbindet in zwei Konzerten Bergers romantische Chormusik und Vokal-Bearbeitungen von Beethovens Klaviersonaten.

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Das Wormser Kammerensemble wendet sich nach der chorsinfonischen Uraufführung ‚Kabbala – Die Wege des Lichts‘ bei den SchUM-Kulturtagen einem neuen Programm zu. Im Mittelpunkt des Frühjahrsprojekts steht romantische Vokalmusik in neuem Gewand.

Die bekannten Klaviersonaten Beethovens dienen als Ausgangspunkt des Programms. Schon zu Lebzeiten des Komponisten wurden seine Werke immer wieder für unterschiedliche Besetzungen bearbeitet. In dieser Tradition hat Chorleiter Julian Robin Müller ausgewählte Sonatensätze mit lyrischen Texten versehen und zu einem Zyklus für Vokalensemble gestaltet. Müller wählte Lyrik aus Beethovens Zeit, also Gedichte der Klassik und der beginnenden Romantik, die zur Entstehungszeit der Kompositionen verbreitet waren.

Die Texte greifen Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder und Christian Adolph Overbeck auf und erscheinen auf diese Weise in einer neuen musikalischen Gestalt. Die Verbindung von Poesie und Musik überträgt die ursprünglich instrumentalen Werke in eine neue vokale Form und verleiht der Instrumentalmusik eine romantische Färbung im Sinne des Gedankens ‚von Herzen zu Herzen‘. Mehrstimmige Passagen bis hin zu achtstimmigen und doppelchörigen Sätzen prägen dabei den Klang des Ensembles.

Das Vokalensemble musiziert zunächst im Wechsel mit Ani Ter-Martirosyan – einer aufstrebenden und schon jetzt international gefragten Pianistin –  und tritt im weiteren Verlauf gemeinsam mit ihr auf. Eingebettet in bekannte Werke präsentiert das Ensemble dabei ein neues Album romantischer Vokalmusik. So entstehen unterschiedliche Perspektiven auf Beethovens Sonaten zwischen originaler Klavierfassung und vokaler Bearbeitung.

Ergänzt wird das Programm durch Chormusik von Wilhelm Berger, dessen Werke einen späteren Abschnitt der deutschen Romantik repräsentieren. Beide Komponisten markieren unterschiedliche Punkte innerhalb einer gemeinsamen romantischen Klangsprache. Bergers vielseitige Chormusik zu Themen wie Natur, Mystik und Glauben erweitert das frühromantische Sonatenprogramm und führt schließlich Klavier und Chor zusammen. Den Abschluss bildet eine besondere Verbindung des Wormser Kammerensembles mit Klaviermusik zu vier Händen.

Die Konzerte finden am 28. März, um 19 Uhr in der Aula des Eleonorengymnasiums in Worms sowie am 29. März, um 18 Uhr in der Kulturkirche Epiphanias in Mannheim-Feudenheim statt. Karten sind im Vorverkauf zu 18,00 Euro sowie an der Abendkasse zu 20,00 Euro erhältlich – einheitlich 15,00 Euro für Schüler und Studenten.

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