Wort halten! Kulturfördergesetz in den Koalitionsvertrag aufnehmen

Offener Brief an die Delegierten der Parteitage von SPD und FDP sowie an die Delegiertenversammlung von Bündnis 90/Die Grünen am 6. Mai 2021
Signet des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz

Offener Brief des Präsidenten des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz an die Delegierten in Rheinland-Pfalz

Sehr geehrte Delegierte der Parteitage von SPD und FDP,
sehr geehrte Delegierte der Delegiertenversammlung von Bündnis 90/Die Grünen,

am 6. Mai stimmen Sie im Rahmen der Delegiertenversammlung Ihrer Partei über den Entwurf des Koalitionsvertrags ab und wir möchten Sie mit dieser Mail herzlich und dringlich darum bitten, sich für eine Änderung im Bereich Kultur einzusetzen!

Alle drei nun koalierenden Parteien haben sich in ihren Wahlprogrammen für ein Kultur – förder – gesetz ausgesprochen, was seitens des Landesmusikrats und der Kulturverbände ausdrücklich begrüßt wurde. Nun ist aber in dem uns vorliegenden Entwurf des Koalitionsvertrags zur Kultur (Zeilen 4520 ff.) nur noch von einem Kulturentwicklungsplan die Rede. Welch bittere Enttäuschung!

Rheinland-Pfalz benötigt ein Kulturfördergesetz. Die Gründe sind vielschichtig und dies haben Ihre Parteien in den Wahlprogrammen zur Landtagswahl auch formuliert:

– SPD: „Wir werden unsere Kulturförderung noch besser auf die Bedürfnisse der Kulturschaffenden und Kulturinteressierten ausrichten. Ein Kulturentwicklungsplan des Landes soll Richtlinien für die kommenden Jahre aufstellen und eine wertvolle Grundlage bei einem Kulturförderungsgesetz sein.“

– Bündnis 90/Die Grünen: „Gemeinsam mit Akteur*innen aus der Praxis, Künstler* innen, Kulturschaffenden und Kulturermöglicher*innen möchten wir diskutieren, wie eine gerechte und krisensichere Finanzierung der Kultur hierzulande aussehen könnte. Ziel des Prozesses ist die Entwicklung eines rheinland-pfälzischen Kulturgesetzes, das das Land und die Kommunen gemeinsam in die Pflicht nimmt.“

– FDP: „Die Forderung nach einer Enquete-Kommission Kultur in Rheinland-Pfalz und die Verabschiedung eines Kulturfördergesetzes in der nächsten Legislaturperiode sind richtige und zukunftsweisende Wege, Kultur in unserem Land und auch im bundesweiten Vergleich in eine vordere Position zu bringen.“

Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz, Dachverband von mehr als 500.000 musizierenden Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern, fordert Sie als Delegierte auf, die von Ihren Parteien selbst formulierten Forderungen nach einem Kulturfördergesetz in Rheinland-Pfalz auch im Koalitionsvertrag zu verankern.

gez. Peter Stieber
Präsident des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz

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Boilerplate/Vereinsportrait:
Der Landesmusikrat hat zur Aufgabe, die Musik in Rheinland-Pfalz zu fördern, und vertritt damit mehr als 500.000 musizierende Menschen im Land. Er ist Dachverband für das Musikleben, für Amateurmusik ebenso wie für professionelle Musik, für Chöre und Orchester. Seine Initiativen richten sich u. a. auf die Ausbildung von Musikberufen, auf die Musikerziehung in Kindergarten, Schule und außerhalb der Schule. Er vertritt die Musikwissenschaft wie auch die Musikwirtschaft und engagiert sich bei der Suche nach konstruktiven Lösungen in bildungs- und kulturpolitischen Fragen.
Durch landesweite Wettbewerbe fördert er begabte Kinder, Jugendliche und die Qualität des Musizierens der Amateurorchester und -chöre. Seit dem 1. Januar 2013 ist der Landesmusikrat Träger aller fünf LandesJugendEnsembles sowie der Landeswettbewerbe ‚Jugend musiziert‘ und ‚Jugend jazzt‘;. Ferner verteilt er seit 2005 die Zweckerträge aus der GlücksSpirale von Lotto Rheinland-Pfalz an seine Mitgliedsverbände über einen festgelegten Verteilungsschlüssel. Gewählter Präsident ist Peter Stieber.

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