Roter Teppich für Cantara

Zum Red Carpet Day, am 12. September, endete in einem Weinheimer Weingut eine für den Frauenchor aus Albig schwierige Zeit ohne Auftritte.

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Gemeinhin gilt Singen als gesund, mit Aufkommen der Corona-Pandemie kam es jedoch zu einem Meinungsumschwung: Die ausgestoßenen Aerosole seien des Teufels und das Chorsingen somit vorerst zu unterbinden, hieß es. Es war ein Paukenschlag, der Chöre und Chorvereine ins Mark traf, so auch den Frauenchor Cantara Albig. Dessen zweite Vorsitzende und Schriftführerin Christine Jung erinnert sich an einen Satz, der unter ihren Mitstreiterinnen die Runde machte: „Wir haben das gefährlichste Hobby der Welt.“

Doch langsam kehrt das kulturelle Leben zurück, und so gab es nun den ‚Red Carpet Day‘, den Tag des roten Teppichs also, welcher ausgerollt wurde, um die Chöre wieder willkommen zu heißen. Die Sängerinnen von Cantara Albig traten in diesem Rahmen vor der Poppenschenke des Weinguts Meister in Alzey-Weinheim auf. Als Generalprobe hatten sie eine kurze Stippvisite auf der Albiger Kerb genutzt, während deren Eröffnung sie ebenfalls zu hören waren.

Es sei eine schwierige Zeit gewesen, sagt Christine Jung, die man nun hoffentlich überstanden habe. Sieben Monate, von November 2020 bis in den Juni dieses Jahres, hätten die Sängerinnen nicht zusammenkommen können, zudem habe die Chorleitung gewechselt, führt Jung aus: Nach fünf Jahren unter Ulrich Dörr werde Cantara nun von Sebastian W. Wagner geleitet.

Der organisierte mit den Sängerinnen laut Jung zunächst Proben via Internet, dann habe man unter Sicherheitsabständen vor dem evangelischen Gemeindezentrum gesungen. Der Moment des Wiedersehens sei durchaus besonders gewesen, betont Jung. Nach der Sommerpause könne man jetzt wieder in den üblichen Proberaum, weil mittlerweile alle Sängerinnen geimpft seien.

Das Programm vor dem Weingut Meister war kurz und knackig, es zeugte von der Vielfalt des Repertoires des Ensembles: Zunächst gab es eine Uraufführung. Das Lied ‚Wir sind Cantara, mehr als ein Chor‘ hat Sebastian W. Wagner als neue Erkennungsmelodie komponiert. Daraufhin erklang ‚Ein Männlein steht im Walde‘ in einer Bearbeitung des ehemaligen Chorleiters Dörr, abgerundet wurde das Konzert mit ‚Angels‘ von Robbie Williams und ‚La mer‘ von Charles Trenet.

Quelle: Allgemeine Zeitung Alzey, 15.09.2021, Autor Manuel Wenda. Artikelfreigabe durch Ansprechpartner Presse.

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