Mit dem Konzert ‚Männerchor Liederkranz Berod trifft Freunde …‘ in der Sport- und Kulturhalle Wallmerod wollte der gastgebende Verein nicht nur ein Zeichen der Hoffnung setzen, sondern natürlich selbst auch gerne mal wieder vor Publikum singen. Foto: privat.

Männerchor Liederkranz Berod ‚… trifft Freunde‘

Alten Barbarossa und modernes WLAN besungen. Vier Chöre machten in Wallmerod „vokal und regional“ gemeinsame Sache, die bestens ankam.

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„Mit unserem Konzert aus der Reihe ‚Männerchor Liederkranz Berod … trifft Freunde‘ wollen wir ein Hoffnungszeichen in der Region setzen“, stimmte Franz-Bernhard Zeis als Vorsitzender des Gastgebers auf das Gemeinschaftskonzert Beroder Männerchors in der Sport- und Kulturhalle Wallmerod ein. Und der Chorverein hatte sich wirklich alle Mühe gegeben, um den größtmöglichen Schutz vor Corona zu gewährleisten: Es galt 2 G, die Halle war nur zur Hälfte und auf Abstand bestuhlt und für die Pause war die großräumige zweite Hälfte der Halle vorbereitet.

Aber das Wichtigste: Die Beroder Sänger, unter ihrem Chorleiter Mario Siry, setzten komplett auf ‚vokal regional‘ und hatten dafür ‚Cannibale vocale‘, geleitet von Nicolas Schouler, die ‚Singsations Westerwald‘ mit Jessica Burggraf und den gemischten Chor ‚Arion‘ aus Nomborn, den Matthias Schmidt leitet, eingeladen. Alle Chöre boten original ‚Wäller Chorprodukte‘ auf sehr ansprechendem Niveau. Das bewiesen die Gastgeber gleich mit ihrem ersten Liedblock mit romantischen Männerchor-Liedern, bei denen sie ihre weit gespannte Stimmpalette und ausdrucksstarke Vortragstechnik bestens zur Geltung bringen konnten.

An Kompositionen wie ‚Wanderers Nachtlied‘ oder ‚Abendfriede am Rhein‘ gab es nur einen Kritikpunkt, für den aber die Sänger, die eine gute Altersmischung abbilden, nichts konnten: den auf das Hallendach prasselnden Regen. Bei ihrem zweiten Auftritt spannten die Beroder den musikalischen Bogen kunstvoll vom alten ‚Barbarossa‘ über Veronika im Frühjahr und den Jäger am Weiher bis zu Grönemeyers ‚Männer‘.

‚Cannibale vocale‘ schaffte es als beliebteste Boygroup spielend, die Zuschauer mit ‚Muss i denn‘ und dann ‚Mad World‘ von der gefühlvollen Romantik ins pralle heutige Leben mit hinüberzunehmen. Während es in ihrem ersten Block mit den eher gefühlvollen Titeln ‚Wie kann es sein‘ und ‚Weit, weit weg‘ dann ruhig, aber perfekt intoniert weiterging, wurde es am Ende des zweiten Blocks absolut abwechslungsreich. Da sangen die Jungs nicht nur die ‚Ode an die Heimat‘ mit dem WLAN, das sich von ganz allein verbindet, sondern huldigten mit ‚La Cucaracha‘ der Küchenschabe und erwiesen Simon and Garfunkel mit ‚Sound of Silence‘ genauso die Ehre wie den Ärzten mit ‚Junge‘. Und dass sie auch als Shantychor brillieren können, machten sie mit ‚High Barbary‘ deutlich.

Aber zu den Freunden der Beroder gehörten natürlich auch Freundinnen: Die ‚Singsations Westerwald‘ schafften es mit ihren tollen Stimmen, die sich in höchste Sphären aufschwingen können, und einem abwechslungsreichen Miniprogramm schnell, sich in die Herzen der Zuhörer zu singen. Mit Stücken wie ‚Ave Maria‘ und ‚Alleluja‘ trafen sie deren geistliche Ader, mit ‚Cups‘ deren Filmnerv und mit ‚And so it goes‘ den Rock-und-Pop-Geschmack. Gleichzeitig bewiesen auch sie und ihre quirlige Chorleiterin, die sich zwischendurch auch mal zur Begleitung ans Klavier setzte, dass Singen einfach Spaß macht.

Diese Freude am gemeinsamen Singen hat sich auch der gemischte Chor ‚Arion‘ Nomborn auf die Fahne geschrieben, der ebenfalls einen bunten Querschnitt aus seinem Repertoire bot und dabei von Marcus Gemeinder am Klavier begleitet wurde. Dazu zählten das bekannte ‚The Lord bless you an keep you‘ von John Rutter, das sehr gefühlvoll dargebrachte ‚Love is the Answer‘ oder auch ‚Circle of Life‘ aus Film und Musical ‚König der Löwen‘. Für die Nomborner war es gleichzeitig die Generalprobe für ihr eigenes Konzert am folgenden Samstag in Girod.

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung. Westerwälder Zeitung vom 19.11.2021, Seite 22, Redaktionsleiter Markus Müller –

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