Johannes Kalpers, Mitglieder Streicherquartetts Da Capo und des Männerchors im Hintergrund. Foto: J. Wilhelm

Johannes Kalpers begeistert in Heimbach-Weis

Überwältigendes Chor- und Solistenkonzert zum 170-jährigen Bestehen des MGV Heimbach-Weis. Premiere für Chorleiter Andreas Weis.

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War das ein wunderschöner Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche in Heimbach-Weis. Der MGV Heimbach-Weis hatte anlässlich seines 170-jährigen Bestehens zu einem Konzert mit Startenor Johannes Kalpers eingeladen. Das Publikum war restlos begeistert.

Zwei Stunden dauerte das Konzert, bei dem darüber hinaus das Streichquartett ‚DaCapo‘ der Jungen Philharmonie Neuwied mitwirkte. Nach situationsbedingter Pause waren auch bei diesem Konzert noch Auswirkungen zu spüren. Krankheitsbedingt fehlten beim Männerchor einige Sänger und auch das Streichquartett musste auf eine Kollegin verzichten. Kurzfristig half hier aber ein Fagottist aus.

Die Resonanz auf die erste große Veranstaltung nach der langen Pause: „Überwältigend!“. Das Jubiläumskonzert war auch zugleich die Premiere für den neuen Chorleiter des MGV, Andreas Weis, der auch musikalischer Leiter der Jungen Philharmonie Neuwied ist. Mit dem jungen Chorleiter, der den Chor in Pandemiezeiten übernommen hatte, ist dem MGV Heimbach-Weis ein wahrer Glücksgriff gelungen.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des MGV, Jürgen Wilhelm, moderierte Bärbel Birkenbeil kurzweilig das Programm. Sie verstand es, mit ihren eigenen Gedanken den Liedern eine besondere literarische Würze zu geben. Der Männerchor eröffnete das Konzert mit den Schubert’schen Klassikern ‚Die Nacht‘ und ‚Im Abendrot‘. Mit dem ‚Abendfrieden‘ von Desch und ‚Abends im Walde‘ sang der Chor weitere Lieder zum Abend.

Und weil auf jeden Abend auch ein Morgen folgt, wurde dieser vom MGV mit dem ‚Morgenrot‘ und ‚Guten Morgen mein Liebes‘ von Udo Jürgens musikalisch begrüßt. Gemeinsam mit Tenor Johannes Kalpers erklang von Otto Groll ‚O Herr, welch ein Morgen‘. Eine enorme Ausdrucksstärke bewies Kalpers mit dem Kunstlied ‚Die Uhr‘ von Carl Loewe und dem ‚Ave Maria‘ von Franz Schubert. Ein wahrer Hörgenuss war ‚Jerusalem‘ von Fritz Ihlau und spätestens mit ‚Ich bete an die Macht der Liebe‘ von Erich Brecht, sang sich Johannes Kalpers in die Herzen der Zuhörenden.

Bei all diesen Liedern war seine Partnerin am Piano, Eveline Hannappel, eine kongeniale Begleitung. Mit dem ‚Agnus Dei‘ von Georg Bizet und einem bewegenden ‚Panis Angelicus‘ von Cesar Franck schlossen der MGV Heimbach-Weis, Johannes Kalpers, sowie das Streichquartett ‚DaCapo‘ mit Pianistin Eveline Hannappel das Konzert in strahlender Schönheit, gestützt durch die tolle Akustik der Pfarrkirche.

Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum zum Ende bei den Interpreten für eine herrliche musikalische ‚Geburtstagsfeier‘, die Johannes Kalpers mit der Zugabe ‚What A Wonderful World‘ von Louis Amstrong abschloss. Besinnlich wurde es dann nochmals mit der abschließenden Zugabe ‚Tebe mojem / O Herr, gib Frieden‘ des MGV Heimbach-Weis, der diese mit der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine verband.

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