Gut wieder hier zu sein – gut euch zu sehn

Überwältigender Zuspruch beim Mitsingkonzert des Quartettvereins Concordia Reinsfeld und 1500 Euro Spendenerlös für die Flutopfer in Trier-Ehrang und Kordel.

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Mehr als 130 Singbegeisterte suchten am 30. Juli, bei idealem Wetter, den Pfarrgarten in Reinsfeld auf, um beim ersten Mitsingkonzert dabei zu sein.  Mit einem bunten Mix aus Volksliedern, Schlagern und einfachen Kanons bewies Chordirektorin (FDB) Andrea Stüber, dass moderne Probenarbeit im Chor trotz Leistungswillen auch Spaß machen kann. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt den Opfern der Flutkatastrophe zugute.

Nach der langen Coronapause lag es der Dirigentin und den Aktiven besonders am Herzen, wieder in die Öffentlichkeit zu gehen und der Bevölkerung zu zeigen, dass es den Chor noch gibt und er sich – trotz Coronaeinschränkungen – weiter unverdrossen und mit Elan dem Chorsingen verschrieben hat. Über die Presse, verschiedene soziale Medien und Mundpropaganda wurde im Vorfeld für die Veranstaltung geworben. Dass sich jedoch zu den gut vierzig Aktiven des Chorvereins mehr als die doppelte Anzahl Singbegeisterter hinzugesellte, übertraf alle Vorstellungen. Während der Vereinsvorsitzende Heribert Eiden pünktlich um 19:30 Uhr die erwartungsvollen Besucher begrüßte, ergänzte man noch eiligst die Bestuhlung.

Schon beim Eröffnungslied ‚Gut wieder hier zu sein‘, aus der Feder von Reinhard Mey und Konstantin Wecker, wurde kräftig mitgesungen. Dass wie beim Sport auch Aufwärmübungen Pflicht sind, um den Resonanzkörper für den ‚Singsport‘ vorzubereiten, war vielleicht nicht jedem bekannt, aber alle machten begeistert mit. An diesem Abend beschränkte sich Andrea Stüber jedoch auf ein Mindestmaß. Schließlich standen dreizehn weitere vokalmusikalische Punkte auf dem Programm und man wollte doch auch noch beim anschließenden gemütlichen Teil dem leiblichen Wohl frönen und miteinander ins Gespräch kommen.

Die Themen Rhythmus und Choreografie vermittelte die Dirigentin – die instrumental tatkräftig von den Aktiven Gerd Sackenheim am Klavier und mit der Gitarre und Jörg Müller mit Akkordeon und Gitarre unterstützt wurde – mit den Kanons ‚Let´s Swing‘, ‚Mango, Mango“‘ und ‚Zwei Schritt nach links‘. Den Hauptteil nahmen bekannte Volkslieder und Schlager ein, die je nach Können auch mehrstimmig gesungen wurden. Selbst beim von Lorenz Maierhofer nicht ganz einfach gesetzten und mit Zungenbrechern versehenem Shanty ‚The Drunken Sailor‘ war man noch mit Feuereifer dabei, ihn vierstimmig einzuüben, obwohl die verführerischen Düfte der Rostbratwürste schon um die Nase wehten.

Dem schottischen Schlusslied ‚Amazing Grace‘ folgten nach 90-minütigem Konzert noch amüsante Stunden bis weit nach Mitternacht. Dabei wurde auch noch das eine oder andere Lied gesungen. Dem Verein sprach man allseits großes Lob für diese Veranstaltung aus. Stand sie doch auch für lange vermisste soziale Kontakte und Aktivitäten in der Gemeinschaft.

Auch in finanzieller Hinsicht war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Denn die Besucher zeigten sich äußerst spendenfreudig. Mit den Spenden und dem Erlös aus dem Verkauf wurde so die stattliche Summe von 1.500 Euro erzielt. Da der Verein zu den Chören in Trier-Ehrang und Kordel schon lange freundschaftliche Beziehungen pflegt, kommt das Geld zu gleichen Teilen den Opfern der Flutkatastrophe in diesen Orten zugute.

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