Das ‚Festival der Chöre – Der Sound der Region II‘ verwandelte am 30. August – mit 18 Chören und Ensembles – Neuwieds Goethe-Anlagen in eine Open-Air-Chorbühne. Rund sechs Stunden lang wurde gesungen, zugehört, applaudiert und die Chormusik gefeiert.
Das Festival bildete den musikalischen Abschluss des ‚Creole Sommers‘ der Stadt Neuwied. Nach den Programmen am Freitag und Samstag gehörte die Bühne am Sonntag den Chören. Die Region II des Chorverbands Rheinland-Pfalz hatte Ensembles aus der Region dazu eingeladen, chormusikalische Vielfalt mitten in der Stadt zu präsentieren.
Auch Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig begrüßte Singende und Gäste persönlich. In seinem Grußwort unterstrich er die Bedeutung eines solchen musikalischen Tages für die Stadt und hieß die teilnehmenden Ensembles willkommen.
Schon kurz vor 11:00 Uhr füllten sich die Goethe-Anlagen mit Choraktiven und Publikum. Bekannte Gesichter begrüßten sich, letzte Absprachen wurden getroffen, dann erklangen die ersten Töne. Im 20-Minuten-Takt wechselten die Chöre und Ensembles auf der Bühne und präsentierten ein abwechslungsreiches Programm.
Frauen-, Männer- und gemischte Chöre waren ebenso vertreten wie Jazzchöre und Vokalensembles. Bekannte Melodien trafen auf moderne Arrangements, ruhige Momente auf mitreißende Rhythmen. Mal wurde gefühlvoll interpretiert, mal kräftig gegroovt und das Publikum zum Mitwippen gebracht. Kein Auftritt glich dem anderen.
Selbst der zeitweise kräftige Wind konnte die gute Stimmung nicht trüben. Noten wurden festgehalten, Haare gerichtet und weiter ging es. Sowohl die Chöre als auch das Publikum nahmen es mit Humor.
Begegnungen über die Bühne hinaus
Die Besonderheit des Tages passierte nicht alleine auf der Bühne. Viele Chöre kamen früher oder blieben nach ihrem eigenen Auftritt noch in den Goethe-Anlagen. Choraktive hörten einander zu, applaudierten einander, trafen alte Bekannte und knüpften neue Kontakte. Über Kreis- und Vereinsgrenzen hinweg entstanden Gespräche und Begegnungen. So entwickelte sich aus den einzelnen Auftritten ein gemeinsamer Chortag, bei dem nicht nur die eigenen Darbietungen, sondern auch das Miteinander im Mittelpunkt stand.
Unterschiedliche Generationen, Chorformen und musikalische Stilrichtungen fanden dabei zusammen. Jeder Chor brachte seinen eigenen Klang und seine eigene Persönlichkeit mit. Gemeinsam entstand daraus der ‚Sound der Region II‘.
Chormusik mitten in der Stadt
Mit dem Open-Air-Festival brachte die Region II des Chorverbands Rheinland-Pfalz, mit ihren Kreis-Chorverbänden Ahrweiler, Koblenz, Mayen, Neuwied und Rhein-Mosel, das Singen in Gemeinschaft dorthin, wo es Menschen unmittelbar erreichen kann: mitten in die Stadt. Zeitweise verfolgten mehr als 500 Gäste das Geschehen in den Goethe-Anlagen.
Einige waren gezielt gekommen, um ‚ihren‘ Chor zu erleben. Andere blieben spontan stehen, hörten zunächst ein Lied, dann noch eines und verweilten schließlich länger als geplant. Nach rund sechs Stunden ging ein abwechslungsreicher Chortag zu Ende. Zurück blieben musikalische Eindrücke, neue Kontakte und die Erinnerung an ein großartiges Gemeinschaftserlebnis.
Ein solcher Tag ist nur durch das Engagement vieler Menschen möglich. Ein großer Dank gilt deshalb allen teilnehmenden Chören und Ensembles, ihren Chorleitungen und allen Aktiven in den Chorvereinen. Ebenso dankt der Regionalvorstand den Helfenden vor und hinter der Bühne, die vorbereitet, organisiert und begleitet haben. Ein besonderer Dank gilt der Stadt Neuwied als Veranstalterin des ‚Creole Sommers‘, in dessen Rahmen die Region II ihr Festival der Chöre gestalten durfte.
Das ‚Festival der Chöre – Der Sound der Region II‘ zeigte, was das Singen in Gemeinschaft in der Region auszeichnet: musikalische Vielfalt, lebendige Begegnungen und die Freude am gemeinsamen Singen.