Chorkonzert der Kantorei Wandlitz in Kooperation mit dem Jugendchor Vox Nova und Profimusikern aus Chile und Berlin im Sommer 2022. Foto: T. Noack.

Der Deutsche Bundestag bestätigt weitere Mittel für den Amateurmusikfonds

Der BMCO startet im Sommer mit einer neuen Ausschreibungsrunde. Sie umfasst auch die für Chöre besonders wichtige Advents- und Weihnachtszeit.

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Der Deutsche Bundestag hat den Bundeshaushalt für das Jahr 2024 verabschiedet und dabei zusätzliche Mittel in Höhe von 4,6 Millionen Euro für den Amateurmusikfonds bestätigt. Dadurch wird im Sommer eine neue Ausschreibungsrunde ermöglicht, die auch die für Chöre, Orchester und Musikensembles besonders wichtige Advents- und Weihnachtszeit umfasst. Der Bundesmusikverband Chor und Orchester – BMCO – hatte sich intensiv für die Bestätigung dieser Mittel eingesetzt, nachdem aufgrund eines Haushaltsurteils des Bundesverfassungsgerichts im November 2023 der Bundeshaushalt für 2024 überarbeitet werden musste.

BMCO-Präsident Benjamin Strasser – MdB – betont: „Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben mit der Etatisierung des Amateurmusikfonds im Bundeshaushalt 2024 eine wichtige Zukunftsinvestition für Demokratieförderung, Partizipation und gesellschaftlichen Zusammenhalt bestätigt. 20 Prozent und damit jede und jeder Fünfte macht in Deutschland in der Freizeit Musik. In allen Städten und ländlichen Räumen engagieren sich Menschen in gemeinsamen musikalischen Projekten, bewahren Kultur und entwickeln sie mit innovativen Ideen weiter. Diese Ansätze unterstützt der Amateurmusikfonds, was in einer Zeit, in der sich unsere Demokratie immer mehr Herausforderungen gegenüber sieht, besonders wichtig ist. Denn mit dem Amateurmusikfonds wird Teilhabe und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit ermöglicht – sei es über die organisatorische Mitarbeit im Musikverein oder in der musikalisch-künstlerischen Tätigkeit.“

Der Amateurmusikfonds ist Teil des Kulturetats von Kulturstaatsministerin Claudia Roth MdB -B‘90/GRÜNE – und umfasst insgesamt 2,3 Milliarden Euro. Neben der Förderung bemerkenswerter Projekte von Chören, Orchestern und Bands vermittelt der Fonds neue künstlerische Impulse und Methoden, macht die Amateurmusik sichtbarer und berücksichtigt die Folgen der Corona-Pandemie für die Amateurmusik. Aufgrund des großen Interesses am Fonds, der deutlich überzeichnet ist – von 840 Projektideen in Höhe von 11,5 Mio. EUR können nur ca. 200 Projekte gefördert werden. Dies zeigt den dringenden und langfristigen Förderbedarf im Amateurmusikbereich auf.

Der BMCO dankt den haushaltspolitischen Sprechern der Ampel-Koalition Dennis Rohde, SPD, Otto Fricke, FDP und Sven-Christian Kindler, B‘90/GRÜNE sowie Mitgliedern der CDU/CSU-Fraktion und Abgeordneten der LINKEN für ihren Einsatz während der Haushaltsverhandlungen. Besonders erwähnt werden Bundespräsident a.D. Christian Wulff, Deutscher Chorverband, Paul Lehrieder MdB, Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände und Helge Lindh MdB, SPD, für ihre Unterstützung des Amateurmusikfonds.

Die Einrichtung des Amateurmusikfonds im November 2022 war ein historischer Meilenstein für die 14,3 Millionen Menschen in Deutschland, die in ihrer Freizeit Musik machen. Das Ziel des Fonds ist es, die Amateurmusik zu fördern, ihre Strukturen nach den Folgen der Corona-Pandemie zu sichern und Musikensembles neue Projekte umsetzen zu lassen.

Auch Singendes Land – Das Magazin zur Chorkultur – widmet sich in der kommenden Ausgabe, die Mitte Februar erscheint, unter dem Hashtag ‚#MittelundWege  – Kulturförderung heute und Morgen – Chancen für Chöre‘  – der generellen Gewinnung von Fördermitteln und zeigt auch darüber hinaus, unter der Überschrift ‚Chormusik im Aufwind?‘, dass es um die Chorkultur in Rheinland-Pfalz gar nicht so schlecht bestellt ist, wie vielfach behauptet wird. Vom immer wieder kolportierten ‚Chorsterben‘ kann keine Rede sein.

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