In der neuen Ausgabe 02/26, die bald in den Briefkästen der Abonnenten zu finden ist, richtet Singendes Land im Schwerpunktthema den Blick auf eine Chorszene, die über musikalische Praxis hinausreicht. Zwischen struktureller Entwicklung, Nachwuchsarbeit und künstlerischer Vielfalt stellt sich vor allem die Frage, wie gemeinsames Singen gesellschaftliche Teilhabe neu beschreibt.
Im Zentrum steht unter dem Hashtag ‚#EmpowermentCHORgemeinschaft‘, wie Chorarbeit, als gelebte Inklusion verstanden werden kann – als Bestandteil musikalischer Bildung. Der Chor ist ein Ort, an dem Vielfalt nicht erst hinzugefügt werden muss, weil sie von Anfang an Teil des gemeinsamen Singens ist. Besonders das Singen in Gemeinschaft eröffnet Zugänge, die nicht zwingend von guten Sprachkenntnissen abhängig sind. Über Rhythmus, Klang, Atem und das gemeinsame Mitmachen im musikalischen Ablauf erscheint sprachliche Bildung für anderssprachige Menschen nicht als Hindernis, sondern ist Teil musikalischer Praxis. Die Chorprobe wird damit zu einem Erfahrungsraum, in dem Verständigung auch ohne vollständige Sprachkenntnisse möglich ist.
Im Weiteren werden die nominierten Chöre, Personen und Institutionen zum Sila Award 2026 vorgestellt. Aus insgesamt 24 Vorschlägen nahmen 20 Kandidierende aus Rheinland-Pfalz die Nominierung an. Der vom Chorverband Rheinland-Pfalz initiierte Preis legt Wert auf besonderes Engagement in der Chorkultur, bei Chören über ein Engagement die Chormusik hinaus. Die öffentliche Abstimmung für den ‚Großen Preis des Publikums‘ beginnt am 1. Juni und läuft bis zum 15. Juli. Alle Nominierten werden nochmals mit ihren Engagements vorgestellt.
Singendes Land 02/26 zeigt die Bandbreite der Chorlandschaft in Rheinland-Pfalz: vom Chorverband, der an seinem Verbandstag die Weichen für stabile Strukturen stellte und einen neuen Präsidenten gewählt hatte bis zu den Tagen der Chor- und Orchestermusik in Kaiserslautern, die die Sichtbarkeit der Amateurmusik erneut stärken. Auch musikalische Bildung im Ganztag sowie die Arbeit der Chorjugend markieren zentrale Entwicklungsfelder.
In der Praxis zeigt sich diese Vielfalt in Projekten und Veranstaltungen vor Ort: ein Kinderchor mit Musicalproduktion, ein Dankgottesdienst in Vallendar, neue Chorgründungen im Buchfinkenland oder Probenwochenenden zur Vorbereitung auf die Saison. Hinzu kommen Ehrungen wie die Verleihung der Zelter-Plakette an die Mainzer Hofsänger, die Kontinuität und Anerkennung sichtbar machen.
Der kommenden Ausgabe ist auch wieder ‚RICKI‘, das Supplement für die jungen Singenden in Rheinland-Pfalz beigeheftet. Diesmal gibt es Tipps, um den Start im Chor zu erleichtern.
So entsteht das Bild einer Chorszene, die zugleich Tradition und kontinuierlichen Wandel in sich trägt. Die Ausgabe 02/26 von Singendes Land beschreibt Chormusik dabei einmal mehr nicht nur als künstlerische Praxis, sondern als soziale Form: als gemeinsames Hören, Lernen und Werden im Klang.
Eine Leseprobe steht unter https://singendesland.de/sila-ausgabe/singendes-land-komplette-ausgabe-02-26 zum Download bereit.