ChorAktiv des Chorverbands Westerwald in Bad Marienberg

Chorverband Westerwald lud zu einer seiner ersten Veranstaltungen ein: Achte Auflage von 'ChorAktiv' auf dem Marktplatz in Bad Marienberg.

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Bei strahlendem Sonnenschein hatte der Chorverband Westerwald Chöre und Publikum zu einer seiner ersten Chorveranstaltungen nach Beginn der Corona-Pandemie eingeladen.

Von den 110 Chören im Chorverband Westerwald waren neun der Einladung gefolgt, sich bei diesem Open-Air-Chorevent zu präsentieren. Verbandspressesprecher Raimund Schäfer aus Ruppach-Goldhausen zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Wir und auch die Chöre sind einfach nur froh, wieder auftreten zu können. 2020 wurden alle Veranstaltungen abgesagt. Nun geht es wieder darum, ein Stück Normalität in die Chorarbeit zu bringen. Einige Chöre haben den Probebetrieb noch nicht oder noch nicht lange wieder aufgenommen, so dass sie sich bereits einem öffentlichen Auftritt stellen wollten oder konnten.“ Alle Chöre arbeiteten nun intensiv daran, wieder das gewünschte Leistungsniveau der Vor-Corona-Zeit zu erreichen. „Der Nachholbedarf hat sicherlich einige Vereine von der Teilnahme abgehalten“, mutmaßt der Pressesprecher.

Nach der Begrüßung durch Schäfer, der die Freude über die Chorveranstaltung zum Ausdruck brachte, aber auch auf die Corona-bedingten Rahmenbedingungen der Veranstaltung, wie Kontakterfassung und Abstandsgebot einging, freuten sich die Chöre und die zahlreichen Besucher auf Vorträge.

Das Open-Air-Event war beste Werbung für das Chorsingen und präsentierte Männer-, Frauen- und Gemischte Chöre. Mitwirkende waren: Frohsinn Alpenrod-Hirtscheid, Leitung: Edda Sevenich; die Chorgemeinschaft KiMöNo – Kirberg, Mörlen, Norken, Leitung: Andreas Risse; Chorona Malberg – Ötzingen und Leuterod, Leitung Mario Siry; die Chorgemeinschaft Bellingen-Hölzenhausen, Leitung: Ludwig Schmidt; der MGV Luckenbach, Leitung: Bruno Müller; Choreanders aus Ruppach-Goldhausen, Leitung: Mario Siry; der MGV Niedererbach aus dem KCV Altenkirchen, Leitung: Dominik Pörtner; Cannibale Vocale unter der Leitung von Tilo Daubach und der Kirchenchor Dreikirchen, geleitet von Wolfgang Tüncher.

Jeder Chor sang mehrere Lieder in einem Zeitrahmen von rd. 20 Minuten. Katharina Kühn aus Alpenrod-Hirtscheid, führte unterhaltsam und informativ durch das mehr als fast vierstündige Programm. Verbandschorleiter Mario Siry freute sich über die ersten Schritte einer Rückkehr zur Normalität. Es fehle aber noch an Veranstaltungen. Er betonte: „Wir müssen uns wieder trauen, aufzutreten. Der heutige Tag soll Mut machen, wieder Konzerte zu geben, natürlich unter den jeweils gegebenen Rahmenbedingungen“. Mit der Resonanz zeigte er sich zufrieden. Es wurde nicht nur gesangliche Vielfalt geboten, sondern auch ein Querschnitt der Westerwälder Chorkultur gezeigt. Männerchöre waren ebenso vertreten wie ein Frauenensemble, gemischte Chöre und Kirchenchöre. Er hätte sich noch mehr Frauenchöre und vor allem Jugendchören gewünscht. Einen Aufschwung erlebt der Verband durch die sogenannten Projektchöre. Mario Siry war es auch, der in einem engagierten offenen Singen mit dem Abendlied von Christoph Hiller alle Anwesenden zum gemeinsamen Singen motivierte.

Auf dem Marktplatz gab es viel Beifall für die stimmlich starken Minikonzerte, wobei die Chöre es den rund 200 Besuchern, bei 220 aktiv Singenden, auch leicht machten, zu applaudieren. Moderne Literatur wechselte mit Altbekanntem. Stimmungslieder luden zum Mitklatschen ein. Die Sängerinnen und Sänger bewiesen eindrucksvoll, dass Chormusik durchaus modern und kurzweilig ist. Vielleicht auch ein Anreiz, künftig aktiv in einem Chor mitzusingen. In Bad Marienberg wurde gezeigt, dass das Chorsingen im Westerwald eine gute Heimat hat und erfolgreich praktiziert wird. Raimund Schäfer abschließend: „Es gibt zwar Probleme bei den Männerchören, aber es wird gesunden und auch die Jugend singt; wenn auch vielleicht in anderen Strukturen.“

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