Hinter dem ‚Fingerhut-Wald-Chorprojekt‘ steht die Forstunternehmerin Monika Fingerhut aus Alken an der Mosel. Sie hat das Projekt ins Leben gerufen, um Menschen aus Forstwirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch zu bringen. Was 2025 als persönliches Projekt begann, soll sich zu einem jährlichen Begegnungsformat entwickeln.
Vom 13. bis 15. Juli findet der Fingerhut-Wald-Chor erneut, diesmal in Bad Berleburg, auf dem Festplatz Stünzel statt. Gemeinsames Singen in der Natur, Begegnungen und Gespräche prägen die drei Veranstaltungstage. Dabei kommen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven zum Wald miteinander ins Gespräch. Eingeladen sind Menschen aus dem Forstbereich, Waldbesitzende sowie alle Interessierten, die sich mit der Zukunft der Wälder beschäftigen möchten. Vorkenntnisse im Singen sind nicht erforderlich.
Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Singen unter professioneller Chorleitung. Dazu gibt es fachliche Impulse aus Forstwirtschaft und Wissenschaft sowie der Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven auf den Wald. Die Teilnehmenden kommen an drei Tagen zu gemeinsamen Proben zusammen, lernen neue Chorliteratur kennen und bereiten ein öffentliches Abschlusskonzert vor. Zwischen den musikalischen Einheiten gibt es Vorträge und Gespräche direkt vor Ort im Wald. Dabei geht es unter anderem um die Folgen des Klimawandels, Wiederbewaldung und nachhaltige Waldbewirtschaftung. Die Inhalte sollen verständlich vermittelt werden und Raum für Fragen und Diskussionen bieten.
Zum Programm gehören außerdem die gemeinsamen Mahlzeiten und Begegnungen außerhalb der Proben. So entsteht Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen. Ein freiwilliges gemeinsames Abendangebot ergänzt das Programm.
Die musikalische Leitung übernimmt der Musikpädagoge Hans-Jörg Fiehl. Er arbeitete unter anderem mit Edwin Hawkins, David Thomas und dem Oslo Gospel Choir zusammen. In seinen Projekten verbindet er Musik, Naturerfahrung und gemeinschaftliches Erleben. Begleitet wird das Chorevent von Fachleuten aus Forstwirtschaft, Wissenschaft und Politik. Zu den Mitwirkenden zählen unter anderem Eberhard von Wrede vom Waldbauernverband Nordrhein-Westfalen, Dr. Mirko Liesebach vom Thünen-Institut für Forstgenetik sowie Bad Berleburgs Bürgermeister Volker Sonneborn.
Das Programm beginnt am Montagabend mit einer ersten Probe und dem Kennenlernen der Teilnehmenden. Am Dienstag stehen gemeinsame Proben im Mittelpunkt. Ergänzt werden sie durch fachliche Impulse und Gespräche rund um den Wald. Am Abend besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Ausklang im Abenteuerdorf Wittgenstein. Am Mittwoch folgen die abschließenden Proben, bevor das Waldchorprojekt 2026 mit einem öffentlichen Chorkonzert seinen Abschluss findet.
Zwischen den musikalischen Einheiten vermitteln Fachleute aus Forstwirtschaft und Wissenschaft Grundlagen zur aktuellen Situation der Wälder. Dabei geht es unter anderem um die Ursachen von Waldschäden, Möglichkeiten der Wiederbewaldung und die Bedeutung nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Die Inhalte werden verständlich aufbereitet und laden zum Austausch ein.
Der Kostenbeitrag von 68,00 Euro beinhaltet auch die Verpflegung an den drei Veranstaltungstagen. Übernachtungen sind nicht enthalten. Für auswärtige Teilnehmende stehen daher im nahegelegenen Abenteuerdorf Wittgenstein Übernachtungsmöglichkeiten zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung. Wohnmobile und Wohnwagen können nach vorheriger Absprache ebenfalls genutzt werden. Die Organisatorin verfolgt keine kommerziellen Ziele. Der Teilnahmebeitrag dient ausschließlich dazu, die entstehenden Kosten zu decken.
Den Abschluss bildet am 15. Juli ein öffentliches Konzert, zu dem auch Vertretungen aus Politik und Medien eingeladen sind. Ziel der Chorveranstaltung ist es, Verständnis für nachhaltige Waldbewirtschaftung zu fördern und den Wald als gemeinsames gesellschaftliches Anliegen erlebbar zu machen.
Weitere Informationen sind unter https://fingerhut-wald.de/chor nachzulesen.
Der Fingerhut-Wald-Chor wurde erstmals 2025 durchgeführt und zählte bereits bei seiner Premiere 40 Teilnehmende mit einem Abschlusskonzert vor mehreren hundert Menschen. Auch 2026 sollen die Chormusik, Begegnung und der Austausch über die Zukunft der Wälder im Mittelpunkt stehen. Die Initiatorin lädt Interessierte aus Forstwirtschaft und Gesellschaft dazu ein, den Wald Chor als Ort der Begegnung, des gemeinsamen Singens und des Austauschs zu erleben.