Vermittlung musiktheoretischer Grundkenntnisse im Studiochor mit Mario Siry. Foto: A. Labonte / Chorverband Westerwald

Neueinsteigerseminar stärkt Chorsingen im Westerwald

Großes Interesse am Seminar der Chorregion im südlichen Westerwald zeigt den Bedarf an praxisnaher musikalischer Grundausbildung.

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Das Interesse am Chorsingen ist weiterhin hoch. Auch in diesem Jahr war das Neueinsteigerseminar der Chorregion im südlichen Westerwald sehr gefragt. Zahlreiche Singende nutzten die Möglichkeit, sich grundlegende Kenntnisse in Musiktheorie sowie in Sing- und Stimmtechnik anzueignen. Damit knüpft die Veranstaltung an den großen Zuspruch der vergangenen Jahre an.

Niedrigschwellige Angebote sind ein wichtiger Ansatz, um neue aktive Chormitglieder zu gewinnen. Notenkenntnisse sind zwar in vielen Ensembles keine Voraussetzung, erleichtern jedoch den Einstieg und den Zugang zur Chorliteratur. Ähnlich verhält es sich mit der Technik des Singens. Häufig beschränken sich Vorerfahrungen auf schulisches Singen oder private Gelegenheiten. Begriffe wie Brust- und Kopfstimme, Falsett, Atemtechnik oder Körperhaltung sind vielen zunächst unbekannt, bilden jedoch die Grundlage für ein gesundes und klangvolles Singen im Chor.

Das bewährte Konzept einer gemeinsamen musikalischen Grundausbildung verbindet Theorie und Praxis mit dem Ziel, neue Chormitglieder schnell und nachhaltig in bestehende Ensembles zu integrieren. Das Format hat sich in der Region etabliert und dient inzwischen auch anderen Kreis-Chorverbänden als Orientierung.

Den Bereich Musiktheorie sowie die praktische Umsetzung der notierten Musik im Studiochor leitete Chorleiter Mario Siry. Mit seiner Erfahrung in der Amateurmusik vermittelte er die Inhalte anschaulich und praxisnah. Die positive Rückmeldung der Teilnehmenden bestätigte diesen Ansatz. „Für meine Bedürfnisse als wirklicher Neueinsteiger hervorragend“, resümierte ein Teilnehmer. „Ich habe sehr davon profitiert und gehe mit vielen neu erworbenen Kenntnissen in die nächste Chorprobe.“

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Technik des Singens. Um individuelle Fortschritte zu ermöglichen, erfolgte die Schulung in Kleingruppenstimmbildung. Die praktische Arbeit übernahmen Stimmbildnerin Juliane Berg aus Koblenz sowie Tenor und Chorleiter Johannes Kalpers. 

Juliane Berg verfügt über langjährige Erfahrung als Stimmbildnerin und Dozentin in der chorischen sowie in der individuellen Stimmbildung. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet die Musikpädagogin als Dozentin für Gesang und war bereits bei früheren Seminaren tätig. Johannes Kalpers ist ausgebildeter Sänger, und seit vielen Jahren eng mit der Chormusik verbunden. Er bringt umfangreiche musikpädagogische Expertise in der Arbeit mit Amateurchören und Singenden als Stimmcoach ein. Parallel zur Arbeit im Studiochor vermittelten die Dozenten den Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse und gaben praktische Hinweise zum Singen, ergänzt durch Übungen zu Atmung und Singtechnik. Praktische Übungen ergänzten die Einheiten.

Das Seminar fand im Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz statt, dessen Räumlichkeiten gute Arbeitsbedingungen boten. Bereits zur Begrüßung dankte der Vorsitzende der Chorgruppe Süd im Chorverband Westerwald, Alfred Labonte, der Schulleitung für die Zusammenarbeit und bedauerte zugleich, dass aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht alle Interessierten an diesem Workshop teilnehmen konnten.

Die Organisierenden zogen ein positives Fazit und dankten sowohl den engagierten Aktiven als auch den Dozierenden für die praxisnahe Vermittlung der Inhalte. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage ist geplant, das Neueinsteigerseminar weiterhin jährlich anzubieten.

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Bildurheber: Johannes Kalpers, Alfred Labonte

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