Marla Wöllstein erzählt von ihren Abenteuern beim Chorfest in Nürnberg. Foto: R. Wöllstein
Marla Wöllstein erzählt von ihren Abenteuern beim Chorfest in Nürnberg. Foto: R. Wöllstein

Schee war’s! – Mit inTime und Zeitlos von Merxheim zum Chorfest nach Nürnberg

Lustig, laut, emotional – Marla Wöllstein berichtet vom Deutschen Chorfest 2025: von Chormusik, Gemeinschaft und kleinen Abenteuern in Nürnberg.

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Es ist Donnerstagmorgen. Der Wecker klingelt – heute geht es los! Die Vorfreude ist riesig. Am Bahnhof treffen wir auf die anderen und schon wird es lustig. Schnell noch einen Insta-Trend gedreht, dann geht’s in den Zug. In Frankfurt steigen wir um in den ICE – dort wird erstmal zugeprostet und ein wenig gesungen. Im Ruhebereich… pssst!

In Nürnberg angekommen, geht’s direkt ins Hotel zum Einchecken. Danach weiter auf den Marktplatz zur feierlichen Eröffnung des Deutschen Chorfests. Zwischen den Reden vom Präsidenten des Deutschen Chorverbandes, Christian Wulff, von Ministerpräsident Söder, Bundespräsident Steinmeier und dem Stadtoberhaupt haben immer wieder Chöre gesungen. Zum Abschluss: das erste große Sing Along am Hauptbahnhof – besonders der ‚Fruchteinsingsong‘ hat begeistert.

Unsere Gruppe teilt sich auf und alle suchen sich einen neuen Konzertspot. Zwar ist vieles überfüllt, aber wir landen schließlich im Theater Pfütze, hörten einen wunderbaren Chor und entdecken sogar ein bekanntes Lied wieder. Nun war es auch schon Abend und wir treffen uns zum gemeinsamen Essen – natürlich mit traditioneller Küche.

Den nächsten Morgen haben wir mit einem Warm-up auf der Dachterrasse unseres Hotels begonnen. Danach ging es zu zu unserer Konzertlocation in den Katharinensaal. Dort erfolgreich gesungen, singen wir anschließend auch spontan in der Stadt. Dann erwartet uns eine schöne Stadtrundfahrt im – haltet euch fest – Hop-On-Hop-Off-Bus wie in London. Fast werden wir von tief hängenden Ästen erwischt. Danach haben wir noch ein paar andere Chöre gehört, bevor sich die Gruppe wieder aufgeteilt hat: Einige sind zum Chillen an eine Strandbar, andere besuchten Hirschhausen in der Meistersingerhalle. Manche waren anschließend noch bei der ‚Men’s Night‘ auf dem Hauptmarkt oder haben den Abend gemütlich in einer Kneipe ausklingen lassen. Dann war es auch schon spät… na ja, wie man’s sieht…

Der letzte volle Tag beginnt und alle aus unserer Gruppe haben sich nochmals angehört, was sie wollten. Viele waren im Garten des Kunsthauses – ob das jetzt wirklich so eine gute Entscheidung war? Der Sonnenbrand ließ grüßen und wir sehen aus wie Mr. Crabs’ Armee – aber egal. Danach geht’s auf die Burg. Den Restaurantgästen dort haben wir ein paar Lieder gezwitschert. Der Spaziergang um die Burg war ja schön, aber den Berg hoch… musste das sooo lang sein?  So anstrengend, ey! Aber gut, es hat sich echt gelohnt.

Am Abend hören wir noch ein paar Chöre und haben selbst noch einmal auf einer von Nürnbergs schönen Brücken gesungen. Nach dem Abendessen hieß es dann einen der heißbegehrten Plätze sichern für das große Abschlusskonzert mit Twäng! und Vocalline – zwei Stunden vor Beginn. Wir haben dann aber ein echt sehr geiles Konzert erlebt! Bei einsetzendem Unwetter! Klatschnass, aber durch Regencapes gerettet, halten die meisten tapfer durch. Und es hat sich gelohnt – es war ein bombastisches Konzert!

Danach waren wir noch mit ein paar Leuten was trinken und dann ging es auch ins Bett. Ob das dann was gebracht hatte, darum streiten sich heute die Geister. Die meisten sahen beim Frühstück dann auch genau so aus… wie Geister.

Nach dem Frühstück hieß es dann leider schon: „Tschüss Nürnberg!“ Am Bahnhof wartete noch eine letzte Überraschung: zwei ausgefallene Züge in Frankfurt – wie zu erwarten, was auch sonst. Wir landen in einem crazy überfüllten und viel zu späten Ersatzzug – was für ein Highlight!

Zu Hause verabschiedeten wir uns voneinander. Ach, wie war das scheen! Wie sehr freie mir uns uffs nächste mol. Und wie heißt es doch so schön im Lied? Schee war’s – und weil’s so schee gwees is…“

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Bildurheber: Ramona Wöllstein

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