Der Männchor Frohe Stunde nach dem Auftritt auf dem Harmonie Festival 2024 am Fahnenhügel. Foto: J. Hannappel

Frohe Stunde gewinnt Silberdiplom beim Harmonie Festival 2024

Der Männerchor Frohe Stunde aus Weroth war auch im Umfeld internationaler Spitzenensembles wieder erfolgreich.

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Auf nationaler Ebene gelang dem Männerchor ‘Frohe Stunde’ aus Weroth bereits das ‘Comeback’ im Jahr 2022, beim rheinland-pfälzischen Landes-Chorwettbewerb. Seit dem November 2023 ist die Frohe Stunde auch wieder offiziell Meisterchor 2023 des Chorverbands Rheinland-Pfalz. Über das verlängerte Wochenende zu Christi Himmelfahrt stellte sich der Chor erneut einer großen Herausforderung im Wettbewerb des internationalen Harmonie-Festivals in Lindenholzhausen.

Unter optimalen Bedingungen traten dort 48 Sänger der Frohen Stunde mit ihrem Chorleiter Dr. Jens Röth vor eine multinational besetzte Jury. Insgesamt hatten zwölf Männerchöre den Weg nach Lindenholzhausen gefunden, um am wahrscheinlich weltweit größten ehrenamtlich organisierten Chor- und Folkloretreffen teilzunehmen. Im internationalen Wettbewerb traten jedoch nur sechs Chöre an. Darunter waren das Ensemble Vocapella, die Harmonie Bernbach, die Eintracht Frickhofen und eben die Frohe Stunde Weroth. Diese geringe nationale Beteiligung zeigt, wie sehr sich die Männerchorszene in der Region gewandelt hat. Offenbar sind hier nur noch wenige der etablierten Männerchöre bereit und in der Lage, sich einem solch anspruchsvollen Wettbewerben zu stellen.

Das Programm der Frohen Stunde umfasste ein stilistisch vielfältiges Programm nach eigener Wahl, das – gemäß der Ausschreibung – ein Volkslied aus dem eigenen Land einschloss. Die Sänger wählten ‘Horch, was kommt von draußen rein?’ von Hans Lang. Der Chor beeindruckte im Weiteren mit ‘Wohlauf, Ihr Gäste’ von Erasmus Widmann, dem ‘Magnificat’ von Alwin M. Schronen und ‘My Soul’s Been Anchored in the Lord’. Letzteres wurde von Moses Hogan arrangiert und von Peter Eklund adaptiert. Sänger und Chorleiter wussten insbesondere im Hinblick auf die künstlerische Ausführung zu überzeugen.

Das Fachpublikum lobte die von hoher Musikalität getragene, stilgetreue Interpretation des anspruchsvollen Programms. „Man spürte die Begeisterung, mit der die Frohe Stunde heute musizierte“, war eine häufig gehörte Meinung. Ein Silberdiplom war dann auch der verdiente Lohn für intensive Proben, in denen Chorleiter Dr. Jens Röth die Sänger optimal vorbereitet hatte. Lediglich der knappe Abstand von zwei Punkten zu den Mitbewerbern aus Bernbach trübte die Stimmung nach der Preisvergabe leicht. Denn auch sie selbst hätten, als zahlenmäßig deutlich stärkerer Chor, ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Aber das Golddiplom ist den Bernbachern ganz sicher ein Ansporn, speziell für die vielen jungen Stimmen im Chor.

Das Preisträgerkonzert zum Abschluss des Festivals hob erneut den hohen musikalischen Stellenwert der Veranstaltung hervor. Hier konzertierten ausschließlich Auswahlchöre und semiprofessionelle Ensembles der internationalen Spitzenklasse. Die Frohe Stunde und ihr Chorleiter Dr. Jens Röth können stolz darauf sein, mit ihrem Silberdiplom in diesem Umfeld annähernd auf Augenhöhe bestanden zu haben.

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