BMCO-Präsident Benjamin Strasser. Foto: Tanja Ruetz
BMCO-Präsident Benjamin Strasser. Foto: Tanja Ruetz

Bundestag bringt Amateurmusikfonds auf den Weg

Fünf-Millionen-Euro-Fonds: Ein historischer Meilenstein für die über 14,3 Millionen Menschen, die in Deutschland in ihrer Freizeit musizieren.

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Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Bereinigungssitzung am 10. November die Einrichtung eines Amateurmusikfonds in Höhe von fünf Milionen Euro beschlossen. Als ‚historischen Meilenstein für die Amateurmusik‘ kommentierte dies Benjamin Strasser, BMCO-Präsident und Mitglied des Bundestags. Für über 14,3 Millionen musizierende Amateure ist die Einrichtung eines solchen Fonds ein wichtiges Element, um die Strukturen der Amateurmusik nach der Corona-Pandemie in der Fläche zu sichern.

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester – BMCO – dankt besonders den haushaltspolitischen Sprechern der Ampel-Koalition, Dennis Rohde, SPD; Sven-Christian Kindler, Bündnis 90/Die Grünen und Otto Fricke von der FDP, die den Amateurmusikfonds als gemeinsames Projekt in der Bereinigungssitzung beantragt und beschlossen haben. Ebenso freut sich der Dachverband der Amateurmusik über die Zustimmung durch die Ausschussmitglieder der CDU/CSU-Fraktion und der Fraktion ‚Die Linke‘, die damit ebenfalls ihre Wertschätzung für das Amateurmusizieren zum Ausdruck bringen. Der BMCO bedankt sich zudem für die fachliche und politische Unterstützung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Kulturstaatsministerin Claudia Roth, sowie bei ihrem Mitarbeiterstab.

Als Dachverband der Amateurmusik hatte sich der BMCO in den letzten Jahren intensiv für eine solche Bundesförderung der Breitenmusik eingesetzt. Der Fonds ist darauf ausgelegt, die bedeutende Chor- und Orchesterlandschaft in Deutschland substantiell und nachhaltig zu fördern. Damit schließt der Amateurmusikfonds eine Lücke in den bestehenden Bundeskulturfonds, in denen die Förderung der musikalischen Breitenkultur bisher nicht vorgesehen war.

„Die Einrichtung eines Amateurmusikfonds ist ein großartiger Erfolg. Dahinter steht das Bekenntnis der Bundesregierung für die Musik- und Kulturförderung in ihrer ganzen Vielfalt. Der Amateurmusikfonds stellt eine gezielte Mehrinvestition in den sozialen Zusammenhalt dar und ermöglicht, dass auch künftig die Menschen in ihrer Freizeit musizieren können. Eine solche nachhaltig angelegte Förderung legt den Grundstein für eine Reihe wegweisender Zukunftsprojekte: Wir werden den vielen Chören und Orchestern weiterhin konkrete Service- und Beratungsleistungen anbieten können. Noch intensiver können und wollen wir den künstlerischen Nachwuchs fördern, das Ehrenamt entlasten und die musikalische Arbeit in der Fläche ganz neu denken. Der Amateurmusikfonds wird besonders im ländlichen Raum oder in strukturschwachen Regionen wichtige Impulse setzen und einen Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen leisten“, so BMCO-Präsident Benjamin Strasser.

Der Bundesmusikverband bedankt sich auch bei allen, die sich in den vergangenen Jahren aktiv für die Idee und die Umsetzung des Amateurmusikfonds eingesetzt haben. Hierbei sind insbesondere die Präsidenten zweier BMCO-Mitgliedsverbände zu nennen: Christian Wulff, Bundespräsident a.D. und Präsident des Deutschen Chorverbands und Paul Lehrieder MdB und Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände. Aber auch dem kulturpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Helge Lindh MdB, der während der Pandemie den digitalen ‚Runden Tisch Amateurmusik‘ etabliert hat.

Der BMCO soll verantwortlich für die Verwaltung der zusätzlichen Finanzmittel werden. Er wird nun die verwaltungsmäßige Abstimmung mit dem Bund beginnen, um den Amateurmusikfonds zeitnah mit Leben zu füllen. Vertiefende Informationen zum Konzept des Amateurmusikfonds stehen hier als PDF bereit: https://bundesmusikverband.de/wp-content/uploads/2022/05/BMCO-Konzeption-Amateurmusikfonds-1.pdf

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