Immer schneller, immer mehr – diese Maxime ist mittlerweile zum Credo unserer Zeit geworden. Doch was, wenn das schnelle Leben zur Last wird und immer mehr Menschen über Zeitnot klagen? Und was, wenn eine Epidemie unverhofft über die ganze Welt hereinbricht und einen großen Teil des Alltags – also auch das regelmäßige Singen und Musizieren begeisterter Amateure im Kreis-Chorverband Unterlahn und darüber hinaus zum Stillstand bringt? Die dunkle Jahreszeit ist wohl wieder reif für ein Innehalten, für ein Lob der Pause. Es ist eine Zeit des ‘Dazwischen’, die Dinge und Abläufe auf Abstand bringt und uns Freiräume schafft, darüber nachzudenken, was war, was ist und was kommen wird. Die augenblickliche Situation zeigt, dass wir Langsamkeit, Pausen, Warten und Geduld schätzen sollten. Sie liefert wertvolle Denkanstöße und Anregungen für ein neues Zeiterleben. Eine Zeit auch, welche die Chöre, Ensembles, Vorstände und Dirigenten im gemeinsamen Gespräch nutzen sollten um zu klären, wie ihre künftige musikalische und künstlerische Arbeit mit interessanten Ideen bereichert werden könnte.